Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, sondern nach dem Wort des HERRN, es zu hören. Amos 8,11

Bereits am Anfang der Bibel stellt man fest, wie sich Zeiten der geistlichen Verflachung und der geistlichen Aufbrüche abwechseln. Am deutlichsten wird das bei den Königen in Israel. Auf den einen gottlosen König, der den Gottesdienst abschafft, Götzenstatuen aufstellt, Gräuel begeht und Propheten einkerkert, folgt der nächste König, unter dessen Herrschaft das Land geistlich aufblüht, die Götzenbilder abgeschafft werden, der Gottesdienst erneuert und Priester gestärkt werden, nur damit der folgende König dasselbe wieder rückgängig macht.*

In welcher Zeit leben wir heute? Erleben wir geistliche Verflachung oder stehen wir kurz vor einem geistlichen Aufbruch. Die Sehnsucht danach spüre ich bei vielen Menschen meiner unmittelbaren Umgebung. Jeder will Gott MEHR erleben, als er es bisher tut. Keiner gibt sich damit zufrieden, was er im Moment an geistlichen Erfahrungen macht. Ich persönliche glaube, dass Gott auch MEHR wirkt, als wir wahrnehmen. Deshalb hier drei kurze Punkte wo Gott heute wirkt.

Gott wirkt überall dort wo mich etwas dankbar macht. 

Das kann durch verschiedene Dinge geschehen: die Geburt eines Kindes, die Schuhe im Sonderangebot oder ein Parkplatz in der Stadt. Für jeden sieht das anders aus. Wer die täglichen Kleinigkeiten wieder Gott zuschreibt und Dankbarkeit zulässt, der erlebt plötzlich Gott so häufig wie nie zuvor.

Gott wirkt überall dort, wo mich etwas heilig macht.

Diese Dinge identifizieren wir nicht immer sofort als Gottes Wirken: Krisen, Nöte, Zerbruch, Schwierigkeiten und Probleme. Aber oft stellt sich im Nachhinein heraus, dass es genau diese Dinge waren, die mich verändert haben, durch die Christus Gestalt in mir gewonnen hat oder durch die mein Glauben tiefer wurde. Wer das Hadern über diese Dinge verlassen kann, der entdeckt vielleicht, dass gerade in dunklen Stunden Gott kräftig in unserem Leben am Wirken war.

Gott bewirkt Dinge, die die Welt nicht schafft.

Hier sind wir bei den eigentlichen Zeichen und Wundern. Dinge, die aus eigener Kraft nicht möglich sind, die direkt vom Himmel kommen und irdische Gesetze durchbrechen. Diese Dinge sind deutliche Zeichen der Gegenwart und Kraft Gottes und können unseren Glauben sehr stärken. Aber sie rangieren in ihrer Häufigkeit weit hinter den beiden anderen Punkten.

Wem es gelingt Gottes Wirken au allen drei Ebenen zu entdecken, der muss im Warten auf den nächsten Aufbruch nicht geistlich verdursten. Zu oft passiert es uns, dass wir wegen der Hoffnung auf ein besseres Morgen das Heute verpassen.

 

 

 

 

 

*by Retrospeqt – Martin Benz

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